Welche Potenziale gibt es für die Energiewende in der Großstadt?
Shownotes
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Ein Podcast des Magazins ERNEUERBARE ENERGIEN
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00:00:01: In Berlin mit seiner doch vergleichsweise hohen Dichte reden wir zwischen forty-fünf Quadratkilometer und sechzig Quadrat Kilometer theoretisch nutzbarer Dachflächen.
00:00:16: Wichtig ist für Berlin das sogenannte Mieterstromgesetz, was hier die Grundlage ist dafür dass PV Anlagen in Wohngebäuden errichtet wird, dass das gestärkt
00:00:29: wird.
00:00:31: Berlin verfolgt das langfristige Ziel, sich bis zum Jahr twentyfünfundvierzig zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln.
00:00:39: Um dieses Ziel erreichen zu können ist die Transformation in vielen Bereichen der Stadt bereits angekommen.
00:00:45: Durch
00:00:45: Quartiersprojekte mit geothermischer Versorgung und Photovoltaikanlagen auf Wohn- und Gewerbedachflächen versucht die Stadt ihre Potenziale auszuschöpfen.
00:00:56: welche konkreten Möglichkeiten die Stadt – und die Bürgerinnen und Bürger dabei haben habe ich Michael Geisler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur gefragt.
00:01:05: Er erklärt welche Versorgungskonzepte besonders Gewinn bringt für die Energiewende in der Großstadt sind
00:01:12: und welche
00:01:12: Hebel durch Mieterstromodelle freigesetzt werden.
00:01:16: Das ist was jetzt passieren muss – ein Podcast des Magazins Erneuerbare Energie.
00:01:21: Hier zeigen wir welche Konzepte und Projekte die Energievende voranbringen.
00:01:28: Was macht denn eigentlich die Berliner Energieagenture?
00:01:31: Die Berliner Energie hat einen größeren Dienstleistungsunternehmen.
00:01:35: Sie wurde im Jahr two-neunzehntzeig vom Land Berlin gegründet, ist mittlerweile aufgestellt mit vier Gesellschaften neben dem Land Berlin noch die KfW Bankenkruppe, die Berliner GASAG und die Berline Energie & Wärme als Gesellschafter jeweils zugleich in Teilen.
00:01:53: Unser Ziel ist es, Energieeffizienz und Energieeinsparpotenziale zu erschließen – in Berlin!
00:02:00: Aber durchaus auch darüber hinaus, aber wir haben unseren Schwerpunkt natürlich in Berlin.
00:02:05: Wir stehen aber auch für die Umsetzung von Energie- und Wärmerwende.
00:02:09: das heißt wir haben von Beginn an auch für unsere Kunden in der Industrie im Gewerbe selbstverständlich auch in der Immobilienwirtschaft Einsparmodelle unter erneuerbarer Energien per Investition umgesetzt.
00:02:27: Darum soll es gehen, welche Energiekonzepte in so einer Großstadt wie Berlin die Stadt schon voran bringen.
00:02:34: und deshalb frage ich auch direkt welchen Energieformen und Versorgungskonzepten bringen dann die Energiewende in Berlin bereits voran.
00:02:42: Also weil wir ja eine Energieagentur sind möchte ich mit einem Satz anfangen.
00:02:46: selbstverständlich gehört wenn wir bei der Energieversorgung und natürlich auch über CO-Zwei Vermeidungen sprechen dazu dass wir als allererstes mal Energieverbrauch senken.
00:02:56: Das ist gerade in einer Stadt wie Berlin, weil Berlin ist ja vor allen Dingen dafür bekannt dass es viel Energie braucht und auch nur begrenzte Flächen hat um Energie innerhalb der Stadt zu erzeugen besonders wichtig.
00:03:09: Also deshalb Fokus auf Energieeffizienz und Energie sparen.
00:03:13: Dazu für die Energie die wir brauchen ist es selbstverständlich richtig und wichtig das erneuerbare Energien ausgebaut werden.
00:03:21: im Vordergrund in Berlin stehen dabei Zum einen die Solarenergie, das heißt im wesentlichen Fotovoltaik.
00:03:30: Das andere ist selbstverständlich die Nutzung von Geothermie und weil wir insbesondere natürlich auch ein starken Wärmesektor haben wird es auch darauf ankommen zukünftig Abwärme zu nutzen stärker als bisher und Biogas im Zweifelsfalle einzusetzen.
00:03:47: On the Long Run reden wir selbstverständlich auch darüber, dass dann grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen soll.
00:03:54: Möglicherweise!
00:03:57: Es gibt so wie ich mir das vorstelle immer für Sie darum überhaupt zu analysieren, zu ermitteln welche Potenziale wir von der und der Energieform in Berlin haben.
00:04:10: Photovoltaik haben sie jetzt schon angesprochen.
00:04:14: Welche nutzbaren Flächen gibt es denn für die Photovoltake in Berlin?
00:04:18: Also in Berlin mit seiner doch vergleichsweise hohen Dichte reden wir zwischen forty-fünf Quadratkilometer und sechzig Quadrat Kilometer theoretisch nutzbarer Dachflächen.
00:04:34: Dazu kommen dann natürlich noch Fassadenflächen, wenn man ihn auch dazu rechnen möchte, wären es natürlich nochmal ein erhebliches Anfläch mehr.
00:04:43: aber bleiben wir mal bei den Dachflechen.
00:04:45: habe ja gerade gesagt das ist eine theoretische Größe.
00:04:49: Dazu muss man natürlich sehen, was ist dann tatsächlich technisch und auch wirtschaftlich erschließbar?
00:04:54: Das wird sicherlich nur ein Teil davon sein.
00:05:00: Welche Einschränkungen muss man denn hierbei beachten für die Dachflächen, wo in welchen Gebieten es vielleicht schwierig da die Potenziale wirklich zu erschließen?
00:05:11: Also wenn wir über den Einsatz von Photovoltaik auf Gebäudetechan reden geht das natürlich vor allen Dingen in Berlin darum bezogen auf die jeweilige Nutzungsart, uns anzugucken wie die Gebäude gebaut sind.
00:05:23: Oft haben wir die Situation dass wir eine durchaus statische Herausforderung haben das heißt es gibt kaum Lastreserven in Dächern die schon bei Gebäuden die älter sind.
00:05:36: Wir haben teilweise Verschattungen.
00:05:38: Das sagen wir in unseren Beraterungen immer wieder.
00:05:41: da muss man natürlich dann im Zweifelzahler auch auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage entsprechend eine Einschränkung hinnehmen.
00:05:47: Wir haben aber auch andere politische Ziele, die ich noch einmal erwähnen will.
00:05:52: Berlin hat das Konzept der sogenannten Schwammstadt.
00:05:55: Das heißt wir haben ja auch die Herausforderungen stückweit Klimaanpassungsmaßnahmen zu betreiben.
00:06:01: Das heisst Berlin fördert unter anderem auch im Wohngebäudebereich und teilweise im Gewerbebereich die Errichtung von sogenannten Gründächern.
00:06:12: Gründächer sind per se natürlich nicht ein Hemmnis für zusätzliche Photovoltaik, aber es kann sich natürlich schon flächenbedingt Überschneidungen ergeben so dass man das auch beachten muss.
00:06:27: Es gibt noch andere Themen was in Berlin relevant ist insbesondere auch für öffentliche Gebäude oder Wohngebäude älteren Bauartes.
00:06:35: Das ist Denkmalschutz.
00:06:36: Das heißt hier gibt es Einschränkungen.
00:06:40: Allerdings will ich hier auch sagen, dass Berlin mittlerweile über die unterschiedlichen Bezirke und jeweiligen Denkmalschutzämter eine Richtlinie veröffentlicht hat.
00:06:51: Die grundsätzliche Nutzung von Photovoltaik zumindestens mal voranbringt.
00:06:57: Wie sieht denn das Potenzial der Gewerbeflächen in Berlin
00:07:00: aus?
00:07:01: Gewerbepflächen oder Dächer von gewerblich genutzten Gebäuden spielen eine große Rolle.
00:07:08: Sie haben einen Anteil von zwanzig Prozent des verfügbaren und erschließbaren Potenzials.
00:07:15: Wir sind aktuell erst bei einer Erschliessungsquote von rund sechs Prozent, das heißt dort ist noch eine Menge Luft nach oben.
00:07:22: Gleichzeitig sind allerdings natürlich auch die Herausforderungen bei gewerblich genutzten Gebäuden durchaus auch gegeben.
00:07:31: Es ist zwar oft so, dass beispielsweise Lagerhallen oder andere Gebäude dieser Art Flachdecher aufweisen und Flachdächer sind per se gut geeignet.
00:07:42: Allerdings ist es so, das man natürlich auch eine Photovoltaikanlage schlichtnah greifen vor dem Regelungshintergrund den wir haben in Deutschland immer auch nach dem Eigenverbrauch optimieren muss Das heißt der Stromnutzung im Gebäude.
00:07:57: Und da kann es schon sein, dass das für den ein oder anderen Gebäudereigentümer oder Nutzer dieser Gewerbeimmobilien eine Herausforderung ist?
00:08:07: Ein Projekt von Ihnen was in diese Richtung geht, ist eine Fotovoltaiteinlage auf einer Gewerbepfläche in Berlin-Neukölln.
00:08:21: Was hat's damit auf sich?
00:08:25: Also wenn ich über die Beispiele der Berliner Energieagentur rede, dann sehen Sie mir nach.
00:08:30: Dann gibt es eine Menge Beispiele und wenn wir da ein Stück weiter Richtung Gewerbeimmobilien schauen möchte ich als allererstes mal sagen dass wir auch schon seit zwei tausendund zwölf eine sehr große Fläche in Berlin erschlossen haben Gewerbepfläche.
00:08:44: das ist auch ein gutes Beispiel was vielen den Weg gezeigt hat, nämlich die Errichtung der Photovoltaikanlage auf dem Berliner Großmarkt.
00:08:55: Das ist ein sehr großes Gelände mit vielen Gebäuden und dort haben wir in der Größenordnung von einem Einzigkommar acht MW-Peak installierter Leistungen damals im Jahr zwölf schon eine große Anlage errichtet, die bis heute wunderbar in Betrieb ist muss man dazusagen, im Jahre zwölf noch nach dem EEG.
00:09:21: Der Strom wird voll nach EEG-Vergütung eingespeist.
00:09:25: Ja wir hatten damals auch höhere Kosten als wir sie heute sehen allein aus der Errichtung, alleine aus den Modulen.
00:09:33: Heutzutage ist es so und deshalb haben wir vor Kurzem ein weiteres Vorzeigeprojekt realisiert.
00:09:40: in Neukölln auf einem neu errichteten Gebäude wurden zweihundert KW Pieck errichtet.
00:09:46: Warum zweihundert KWP?
00:09:48: Erstens hat die Dachkonstruktion, die eine Sonderform aufgewiesen hat genau diese Größenordnung maximal hergegeben.
00:09:57: Gleichzeitig war es aber so dass der erzeugte Strom also rund zweihunderttausend Kilowatt Stunden im Jahr vollständig zum den Eigenverbrauch dieses Objektes geht Weil dort gibt es eine Klimatisierung und Lüftung im Gebäude, die natürlich im Sommer dann an entsprechend hohen Stromverbrauch hat.
00:10:17: So dass sich diese Anlage eben außerhalb des EEGs also ohne Stromeinspeisungen realisieren lässt.
00:10:25: Und das muss der Weg sein für die Zukunft.
00:10:28: In Zukunft könnten auch noch was Sie bereits ein bisschen angesprochen hatten innovative Verwendungsweisen von Photovoltaik eine Rolle spielen, beispielsweise Bauintegrierte an Fassaden oder spezielle Dachkonzepte.
00:10:46: Welche Zukunftsperspektive sehen Sie für diese Nutzungsvarianten?
00:10:53: Also das sind spannende Konzepte die es da gibt die man auch tatsächlich schon kaufen kann.
00:10:58: Das muss man ja auch immer dazu sagen, sowas ist nicht nur im Experimentierstadium sondern das kann man kaufen.
00:11:06: Ich würde trotzdem sagen es wird immer eine Ergänzung dessen sein was wir an Photoholtaik auf Dächern und in Fassaden machen können.
00:11:17: Integration in Dächer und in Facaden ist Ja's ist teurer.
00:11:25: Es setzt natürlich auch voraus, dass der Bauherr dies möchte und dass man tatsächlich auch Architektinnen und Architekten dafür gewinnt das zu tun.
00:11:39: Und es setzt aber vor allen Dingen vorauss, dass auch dort der Strom im Haus verbraucht wird weil sonst können solche Anlagen wohl kaum refinanziert werden.
00:11:49: also ein zusätzliches zudem Was wir in Berlin planen, ist die Gebäude integrierte für Doppeltag sicherlich.
00:11:58: Aber sie wird uns tatsächlich alleine nicht die CO²-Vermeidung erbringen.
00:12:04: Welche Anforderungen oder welche speziellen Anforderung muss denn das Stromnetz mitbringen damit es diese Einspeisung von vielen kleineren oder auch größeren Solaranlagen schaffen kann?
00:12:19: Grundsätzlich ist ja mal so, dass mit der Energiewende Der Strom wie der Wärmewende, natürlich große Herausforderungen auf das Stromnetz und insbesondere auch auf die Verteilennetze zukommen.
00:12:30: Das ist eindeutig weil wir einfach schlicht gehören Anteil von Strom im Energiemarkt haben werden.
00:12:40: Wir erleben es aktuell so zumindest kann ich das für Berlin sagen dass der Netzbetreiber hier in Berlin also die Stromnetzer Berlin sehr aktiv, die auch gerade den Ausbau der Erneuerbaren begleitet.
00:12:55: Ohne Frage ist es so bei fünffünfzigtausend einzelnen Anlagen, die in den letzten Jahren entstanden sind.
00:13:01: wir hatten einen Peak in den Letzten zwei drei jahren an immer mehr kleineren Anlagen.
00:13:05: dazu Ist die Herausforderung glaube ich vor allen Dingen erstmal der Verstärkung des Netzes Der errichtung der jeweiligen Anschlusspunkte.
00:13:17: Das ist vor allen Dingen auch ein kapazitäres Problem, weil das glaube ich nicht dass es jetzt ein regulatorisches Thema ist.
00:13:24: Es ist ein kapzitäres problem und das geht an dem einen oder anderen manchmal nicht schnell genug.
00:13:30: aber im Grunde genommen glaube ich ist das etwas was leistbar ist und was auch erforderlich ist.
00:13:39: Sie haben dann wohl auch noch nach der Qualität dessen gefragt.
00:13:43: Ich glaube schon für die Resilienz der Stromversorgung oder überhaupt des Energiesystems als solches.
00:13:51: Es durchaus wichtig ist, dass ein deutlich stärker noch vernetztes System entsteht.
00:13:58: wie gesagt das ist aber eine Kapazitätsfrage und es ist auch nur Kostenfrage
00:14:02: am Ende.
00:14:04: Welche regulatorischen Baustellen sehen Sie aktuell noch für den weiteren Ausbau?
00:14:09: Und welche Problemstellungen gleichzeitig?
00:14:12: Wichtig ist für Berlin Das sogenannte Mieterstromgesetz, was hier die Grundlage ist dafür dass PV-Anlagen in Wohngebäuden errichtet wird.
00:14:24: Dass das gestärkt wird.
00:14:27: Wir haben dort diese Situation, dass aktuell durch einen Urteil beim EUGH also dem Europäischen Gerichtshof gefällt wurde vor rund eineinhalb Jahren.
00:14:39: Die Errichtung von Mieterstromanlagen, also photovoltaisch unterstützten Mieterstromanlagen schlicht und ergreifend in Frage gestellt wurde Und dieses müsste der Gesetzgeber jetzt aktiv anpacken.
00:14:55: die Bundesregierung kann das Das Parlament kann das und müsste tatsächlich regeln wie zukünftig eben mit den sogenannten Hausanlagen von Strom gesetzlich umgegangen wird.
00:15:11: Im Moment besteht bei allen denjenigen, die das machen wollen Gebäude-Eigentümerinnen, Energiedienstleistern und anderen steht eine große Verunsicherung.
00:15:22: Das ist ein ganz wesiger Punkt was im Gesetzeswerk letzten Endes angepasst werden müsste.
00:15:28: Ich will noch einen anderen Punkt nennen.
00:15:32: Die Erschließung von Photovoltaikanlagen und den Strom im Haus ist oftmals auch eingeschränkt, dadurch dass es technische Anschlussbedingungen und technische Regularien auf die Hauselektrik als euch es gibt.
00:15:46: Beispielsweise wäre eine PhotovOLTAIK Anlage in einem Standsgebäude errichten muss, ist oft gezwungen dadurch das er in die bestehende Anlage einkreift sich neue Rahmenbedingungsergeben.
00:15:59: Das heißt, in der Hauselektrik muss investiert werden.
00:16:03: Und das ist ein zusätzlicher Kostenpunkt, der natürlich nicht der Photovoltaik eigentlich zugerechnet werden sollte durch den Hoseigentümer.
00:16:13: Natürlich trotzdem wird weil er diese Kosten ja hat.
00:16:16: also insofern bläde ich schon dafür dass auch die technischen Rahmenbedingungen für die hauselectric durch den Gesetzgeber und durch die Verbände angeguckt werden.
00:16:27: mit dem Mit dem Konzept Mieterstrom
00:16:32: oder Mietastrommodell
00:16:35: beschäftigt sich die Berliner Energieagentur auch selbst.
00:16:40: Was ist da das Konzept von Ihnen dahinter und welche Möglichkeiten und Vorteile
00:16:45: bringt
00:16:45: es für Eigentümer, aber auch für Mieterinnen
00:16:48: und Mietern?
00:16:50: Also Mietestrom ist relativ einfach zu erklären.
00:16:54: Wir haben das schon in den Späten neunziger Jahren getestet, damals noch nicht mit Photovoltaik sondern mit Kraftwärmekopplungsanlagen der zentralen Anlagen die im Gebäude quasi den Strom erzeugt haben und dann den Mieterinnen und Mietern die Möglichkeit geboten haben diesen Strom schlicht zu kaufen.
00:17:17: Mieterstrommodelle für Photovoltaik laufen in der Regel bei uns seit vielen, vielen Jahren so ab.
00:17:23: Dass wir das Dach quasi anmieten für einen symbolischen Preis vom Gebäudeigentümer Wir die Investitionen für die gesamte Anlage übernehmen und aber auch die betriebliche Verantwortung Das heißt über den Laufzeit von zwanzig Jahren wie verantwortlich sind Für die Stromerzeugung Die Sicherheit der Anlage Aber gleichzeitig auch für die Lieferungen des Stroms an die Haushalte.
00:17:46: Bei Mieterstrom ist die Voraussetzung, dass sich jeder Mieterin, jeden Mieter aktiv für den Kauf, die Nutzung dieses Stroms entscheidet.
00:17:55: Das ist auch in Deutschland durchaus noch eine Herausforderung.
00:18:01: da brauchen wir ohne Frage und das ist das was wir seit vielen Jahren noch tun ein höheres Bewusstsein.
00:18:07: dort werden bei uns in aller Regel deutlich niedrige Strompreise an.
00:18:13: Aber wir erleben es durchaus schon auch so, dass Menschen im Haus sich überlegen ob sie das tun.
00:18:19: Ob sie's vielleicht nicht tun oder ob das sicher ist und ob das vielleicht irgendwie diese Stromversorgung beeinträcht etc.
00:18:27: Das sind natürlich alles Dinge die kommunikativ noch angegangen werden müssen.
00:18:32: aber im Grunde genommen haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Modelle gerade zusammen mit Vermieterinnen und Vermietern die das unbedingt auch wollen sehr gut laufen und wir haben Anschlussquoten in Häusern, die bis zu hundert Prozent sind.
00:18:48: Was für Möglichkeiten haben Bürgerinnen und Bürger darüber hinaus selbst aktiv für die Energiewende etwas zu tun besonders wenn sie Mieter sind?
00:19:01: Nun also Sie können als allererstes, wenn ich Mieterin oder Mieta bin kann ich ja mal meinen Vermieter fragen warum denn auf meinem eigenen Dach noch keine Photovoltaikanlage ist Und dann könnte ich vielleicht im zweiten Satz sagen, dass ich durchaus bereit wäre Strom von dieser Solaranlage auch selbst zu nutzen.
00:19:21: Das ist einmal das eine was man tun kann.
00:19:23: Wenn das genügend tun Dann kann man ohne Frage auch nur Mieterstromanlage realisieren.
00:19:29: Das ist der beste Weg.
00:19:32: Natürlich gibt es den Weg.
00:19:33: wenn ich ein Balkon habe und eine entsprechende Anlage mir selbst kaufe Kann ich einen Balkon PV Anlage heute zu vergleichsweise günstigen und auch schon sicheren Bedingungen kaufen.
00:19:47: Das wird sicherlich nicht jeder und jede nutzen können, je nach Lage der Wohnung in einem Gebäude, je Nach Ausrichtung des Gebäudes macht das mehr oder weniger Sinn.
00:19:57: aber es ist eine Möglichkeit auch aktiv zu werden.
00:20:00: ja und die dritte Möglichkeit haben wir auch mal ausgetestet in ein Modellprojekt vor Ungefähr fünf Jahre und ungefähr im Jahr year, zwanzig, neunzehn.
00:20:08: Zwanzigzwanzig haben wir schlicht und ergreifend den Menschen auch die den Kauf von Anteilscheinen an einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach möglich zu werden sie zumindest mal über einen entsprechenden Beitrag in einem kleinen Investitionsbeitrag auch mit Eigentümer an der Anlage auf den dach Und das ist etwas was in Teilen und zunehmend von Menschen dann auch genutzt wurde.
00:20:39: Jetzt heißt ja unser Postpodcast, wie Sie schon gesagt haben was jetzt passieren muss, selbst stelle ich am Ende immer gerne die Frage Was muss passieren damit das denn passiert oder was muss gemacht werden?
00:20:51: Deshalb würde ich Sie gern fragen Ja, was muss passieren Damit Berlin die Energie- und Klimaziele
00:20:59: erreicht
00:21:00: Und die Energiewende
00:21:02: weiter voran bringt?
00:21:05: Also mal bezogen auf Berlin muss man sagen, dass der gesetzliche Rahmen aus seit einigen Jahren mit der Einführung des Energiewendegesetzes durchaus gegeben ist.
00:21:19: Man hat auf Basis das Energiewendegesetz und des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms auch den sogenannten Masterplan Solar City ausgerufen, Informationen bringt.
00:21:35: Insofern sind die Rahmenbedingungen in Berlin gut gesetzt, wir haben in Berlin mittlerweile auch erfolgreich trotz natürlich Einschränkungen im Haushalt bei den Finanzen.
00:21:48: sozusagen haben wir ein Förderprogramm an sogenanntes Solarbus Programm was noch den Einsatz von Batteriespeichern unterstützt.
00:22:01: Auch das hilft sehr, also insofern ist Berlin ganz gut aufgestellt.
00:22:05: Was aber fehlt – und das ist ja Ihre Frage – ist aus meiner Sicht sehr deutlich die bundespolitische Flankierung insgesamt.
00:22:15: Also siehe die Problematik, die entstanden ist rund um die sogenannten Kundenanlagenurteile, also sprich der Gesetzesrahmen muss weiterentwickelt werden.
00:22:25: auch über die Einspeisevergütung muss im Zweifelsfall bei Kleinstanlagen nachgedacht.
00:22:31: Und drittens, weil es ganz frisch in der Diskussion ist aus meiner Sicht muss es beim EEG bleiben dass es eben ein Recht auf Anschluss gibt und das ist ganz wichtig.
00:22:43: Alles klar vielen Dank
00:22:44: für das Gespräch!
00:22:45: Sehr gerne hat Spaß gemacht.
00:22:49: Vielen dank an Michael Geisler und die Berliner Energieagentur Für Das Gespräch.
00:22:54: Wenn Sie Anmerkungen oder Themenvorschläge
00:22:56: haben
00:22:57: schreiben sie uns gern eine Mail an.
00:22:59: redaktion at erneuerbareenergien.de.
00:23:02: Folgen Sie dem Podcast für mehr Folgen von Was Jetzt Passieren Muss.
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